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Schulprogramm

 

Schulprogramm der Goethe-Oberschule Wilthen
   
 

Unser Leitgedanke:

 

„Das wichtigste, was man Kindern mitgeben sollte –Wurzeln und Flügel“

 (Johann Wolfgang von Goethe)

 

 

  Präambel zum Schulprogramm

 

Diese Schule existiert seit 1878 in Wilthen, einer sächsischen Oberlandgemeinde nahe Bautzen.

Das Gebäude befindet sich in Zentrumsnähe, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gymnasium und der Grundschule. Gemeinsam werden die Turnhalle, die Sportanlagen, die Mehrzweckhalle, die Außenanlagen und ein großzügiger Bus- und Parkplatz genutzt.

Wir sind eine Schule mit teilgebundenen Ganztagsangeboten. Seit vielen Jahren unterrichten und fördern wir Inklusionsschüler und bieten eine fundierte LRS-Förderung an.

Unser Schulprogramm basiert auf Prozessen und Projekten, die mit der Beteiligung der Schule am Modellversuch „Demokratie leben und lernen“ zusammenhängen.

Durch viele gesellschaftliche und schulpolitische Veränderungen und auf Grund von wissenschaftlichen Auswertungen einer Schülerbefragung haben alle Beteiligten eine Weiterentwicklung unseres Schulprogrammes beschlossen.

Während der Diskussionsphase wurden von den Schülern, Eltern und Lehrern folgende Stärken der Schule herausgearbeitet.

 

Stärken unserer Schule

 

  • Eine vertrauensvolle und transparente demokratische Zusammenarbeit von Lehrern, Schülern und Eltern
  • Das Klassenzimmerprinzip für alle Klassen mit der Möglichkeit dieses zu gestalten
  • Die umfangreichen Ganztagsangebote, einschließlich der Förderung von Schülern zur Prüfungsvorbereitung
  • Die zahlreichen schulinternen Wettbewerbe auf vielfältigen Gebieten
  • Die Lehrersprechstunden und die regelmäßigen Informationen der Eltern über den Leistungsstand der Kinder
  • Die gute personelle und finanzielle Unterstützung des Schulfördervereins zur Gestaltung der Außenbereiche der Schule
  • Die Gestaltung des Unterrichts überwiegend in Blockform (90 min)
  • Die individuelle Förderung von inklusiv beschulten Schülern über den gesamten Schulzeitraum
  • Die gut organisierte Arbeit des Schülerrates durch Workshops und Arbeit in spezialisierten Teams
  • Die Bereitschaft des Lehrerkollegiums mit externen Partnern zusammenzuarbeiten, um eine Verbesserung des Schulklimas zu erreichen

 

 

  Leitbild zum Schulprogramm

 

I.

Unser Hauptziel ist, dass unsere Schüler motiviert und eigenständig lernen. Damit sie sich auf die zukünftigen neuen Herausforderungen einlassen und kreativ in viele Richtungen arbeiten können, eignen sie sich solides Grundwissen sowie notwendige Fähigkeiten und   Fertigkeiten  an.

II.

Die Lehrer nehmen jeden Schüler wichtig. Zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit schaffen die Lehrer klare und verbindliche Strukturen, Regeln, aber auch Freiräume, in denen sich die Schüler erproben können, damit sie später den Anforderungen des Lebens gerecht werden.

 

III.

Wir geben unseren Schülern Vertrauen, Respekt und positive Motivation mit, damit sie selbstständig und selbstbewusst durchs Leben gehen.

 

IV.

Lehrer und Eltern haben einen gemeinsamen Erziehungsauftrag und deshalb ist Transparenz im Umgang miteinander unbedingt notwendig.

 

 

  Entwicklungsschwerpunkte

 

Lehren und Lernen

  • Die Schüler werden befähigt ihre individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten anzuwenden und weiterzuentwickeln.
  • Die Schüler haben zunehmend die Möglichkeit den Unterricht mitzugestalten.
  • Die Schüler erlangen ein anwendungsbereites und fächerübergreifendes Grundwissen.
  • Die Schüler erlernen die gezielte und selbständige Anwendung verschiedener Lerntechniken.
  • Die Lehrer sind bereit, alle Schüler zu fördern, zu fordern und nötige Maßnahmen umzusetzen.
  • Die Lehrer bilden sich extern und intern weiter, um auf dem aktuellen Stand der Unterrichtsführung zu bleiben.
  • Die Berufsorientierung der Schüler spielt in allen Fächern eine wichtige Rolle und wird durch eine Reihe von Außenpartnern gezielt unterstützt.

 

Schulklima

  • Ein freundlicher und respektvoller Umgang miteinander erleichtert die gemeinsame Arbeit und sorgt für eine angenehme Atmosphäre im Schulhaus.
  • Durch die Einführung und das Arbeiten mit dem Klassenrat erleben die Schüler die demokratischen Grundprinzipien.
  • Gemeinsam werden Klassenregeln aufgestellt und Maßnahmen vereinbart.
  • Die Schüler nehmen ihre Verantwortung im Chefsystem der Klasse beziehungsweise im Schülerrat wahr.
  • Bei der Ausgestaltung von Schulhaus und Klassenzimmer werden die Schüler selbst aktiv.
  • Die Organisation von gemeinsamen Erlebnissen und Höhepunkten erfolgt unter Einbeziehung der Schüler und zunehmend selbständig.
  • Die Schüler werden zu sozialkompetentem Verhalten befähigt.

 

Kooperation

 Zusammenarbeit im Kollegium

  • Die Zusammenarbeit im Kollegium ist durch partnerschaftliches und einheitliches Handeln gekennzeichnet.
  • Ressourcen werden zur regelmäßigen Weiterbildung genutzt.

 

Zusammenarbeit mit Eltern

  • Die Eltern beteiligen sich am Schulleben und sind wichtige sowie vertrauensvolle Partner in der Erziehung.
  • Die Eltern nehmen ihre Rechte und Pflichten wahr und gestalten das Schulleben durch Unterstützung bei Projekten, Wandertagen und Exkursionen aktiv mit.
  • Die Eltern werden in allgemeinen sowie thematischen Elternabenden, in Lehrersprechstunden sowie durch Elternbriefe regelmäßig informiert.

 

Zusammenarbeit mit Außenpartnern

 Berufsorientierung

  • Das bestehende Berufsorientierungskonzept wird angepasst, fortgeschrieben und weiterentwickelt.
  • Durch die Pflege der bestehenden Kooperationen mit:
    • IHK Sachsen
    • TRUMPF-Sachsen GmbH
    • LAKOWA GmbH Wilthen
    • Landidyll Hotel Erbgericht Tautewalde
    • Überbetriebliches Ausbildungszentrum Bautzen

      erfolgt eine praxisnahe Berufsorientierung.

  • Durch eine Vielfalt berufsorientierender Angebote erhalten die Schüler die Möglichkeit, einen Berufswunsch zu entwickeln, der ihren Neigungen und Interessen entspricht.

 

PIT-Ostsachsen

  • In Abhängigkeit von den Bedarfen der Goethe-Oberschule Wilthen werden die Lebenskompetenzen der Schülerinnen und Schüler sowie demokratische Handlungskompetenz und Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitsressourcen und –potentiale in Zusammenarbeit zwischen allen am Schulleben Beteiligten mit Unterstützung des Netzwerkes PiT-Ostsachsen gefördert.
  • Dies erfolgt mittels der schrittweisen Einrichtung von Klassenräten, der stetigen Vermittlung von Lebenskompetenzen im Unterrichtsalltag sowie der Implementierung einer Schulstreitschlichtung.
  • Das Netzwerk PiT-Ostsachsen unterstützt die Goethe-Oberschule Wilthen bei der Einführung der PiT-Ostsachsen-Trias insbesondere in den Themen Streitkultur, Stressbewältigung, Gewaltprävention, Suchtprävention, Sexualpädagogik, Soziales Lernen, Konfliktbewältigung, Antimobbing, Medienkompetenz und Kommunikation.

 

Grundschule

  • Für Grundschüler der Klassenstufe 4 findet einmal im Schuljahr ein Kennenlerntag statt.
  • Zur Verbesserung des Übergangs an weiterführende Schulen werden regelmäßig ein Erfahrungsaustausch mit Lehrkräften der Grundschulen durchgeführt sowie gegenseitige Hospitationen angestrebt.
  • Die Schulleitung sichert eine Bildungsberatung an den Grundschulen vor Ort ab.

 

Schulmanagement

  • Die Ergebnisse der Arbeitsteams und Fachschaften werden regelmäßig durch eine Steuergruppe und die Schulleitung gebündelt, evaluiert und zu neuen Arbeitsaufgaben formuliert.
  • Die Schüler haben über den Schülerrat und durch Diskussionsrunden im Klassenrat die Möglichkeit ihre Arbeit zu reflektieren und Einfluss auf das Schulleben zu nehmen.
  • Die Schulleitung nimmt die Anregungen aller am Schulleben Beteiligten auf und koordiniert die Zusammenarbeit.

 

 

  Evaluation

 

Am Ende eines jeden Schuljahres werden Vorhaben des Jahres durch alle Beteiligten unter Leitung der Steuergruppe evaluiert.

In diesem Zusammenhang entwickeln wir eine zielorientierte Rückkopplungskultur für den Informationsaustausch.

Daraus werden Ziele abgeleitet und ein Aktionsplan für das nächste Schuljahr entwickelt.

 

Wilthen, den 21.01.2019